eco-info – der Newsletter des eco-Umweltinstituts,
Ausgabe 06-07

Die Nachrichten im Überblick

  1. Giftiges Spielzeug aus China: Auch in Deutschland
  2. Innovative Werkstoffe für Architektur, Möbel und Design
  3. Tätigkeitsbericht 2006 des Instituts für Holztechnologie (ihd) online - Innovative Holzforschung aus Sachsen
  4. Pullover wechselt Farbe an der Sonne
  5. Geltungsdauer der Umweltkriterien für EG-Umweltzeichen verlängert
  6. Jeans und Abendmode aus Hanf - Rückkehr eines alten Textilstoffes
  7. Wie Licht und Farbe sauber machen
  8. Senatskommission der DFG bewertete Arbeitsstoffe - 107 Änderungen und Neuaufnahmen in MAK- und BAT-Werte-Liste 2007
  9. Chemikalien in Kinder-T-Shirts und Babymenüs gefährden Gesundheit
  10. Wissenschaftliches Komitee SCHER empfiehlt weitere Erforschung von Innenraumluftschadstoffen
  11. Beiträge der internationalen Konferenz „Indoor Air Quality and Construction Products“ veröffentlicht
  12. Nanomaterialien – winzige Teilchen, große Wirkung?
  13. Freies Wissen zu Nachwachs enden Rohstoffen
  14. Ohne Wasserdampf zum Kautschuk – das spart viel Energie
  15. Echt Kaschmir?
  16. Verhaltenskodex nur Papiertiger
  17. Dokumentation zur Konferenz "Grenzwerte für Gefahrstoffe - gesunde Arbeitsbedingungen im einer globalen Wirtschaft" erschienen
  18. Chrom (VI) in Lederbekleidung und Schuhen problematisch für Allergiker!

Die Nachrichten im Einzelnen

1. | 08.08.2007 | Textilien, Bedarfsgegenstände und Spielzeug
Giftiges Spielzeug aus China: Auch in Deutschland
Greenpeace Magazin

Giftiges Spielzeug aus China ist nach Angaben der EU-Kommission in 13 europäischen Ländern in den Handel gekommen. Die Brüsseler Behörde hatte nach einer britischen Warnung europaweiten Alarm ausgelöst. Die Firma Mattel rief die Spielwaren mit einem bleihaltigen Farbstoff zurück. In Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, den Niederlanden, Portugal, Spanien und Tschechien sowie in den Nicht-EU-Staaten Kroatien und der Schweiz waren die Produkte schon verkauft worden, teilte die Kommission am Freitagabend in Brüssel mit. Mehr...

2. | 08.08.2007 | Termin
Innovative Werkstoffe für Architektur, Möbel und Design
Leibniz-Institut für Neue Mat erialien

Nanotechnologie ist der Schlüssel zu funktionalen und dekorativen Beschichtungen der nächsten Generation. Das Seminar "Innovationen durch Nanotechnologie: Neue Materialien für Architektur, Möbel und Design" stellt am 20. September 2007 in Köln die enormen Potenziale dieser neuen Materialien vor. Angeboten wird die Veranstaltung vom cc-NanoChem e. V., dem bundesdeutschen Kompetenzzentrum für Chemische Nanotechnologie. Sie wendet sich an die Baubranche, an Möbelhersteller, Architekten, Innenarchitekten und Produktdesigner. Mehr...

3. | 13.08.2007 | Baustoffe, Farben, Lacke und Möbel
Tätigkeitsbericht 2006 des Instituts für Holztechnologie (ihd) online - Innovative Holzforschung aus Sachsen
infoholz.de

Der 70-seitige Jahresbericht veröffentlicht Zusammenfassungen von Forschungsergebnissen, eine Publikationsliste, Veranstaltungsberichte und eine Übersicht über die wissenschaftliche Lehrtätigkeit und Zusammenarbeit im In- und Ausland. Mehr...

4. | 08.08.2007 | Textilien, Bedarfsgegenstände und Spielzeug
Pullover wechselt Farbe an der Sonne
FarbImpulse

Aus blau wird schwarz, oder aus schwarz wird rot: Der Wollpullover der Zukunft kann seine Farbe ändern, wenn sein Träger mit ihm in die Sonne geht oder sich unter das Schwarzlicht in einer Diskothek begibt. Das ist die Vision der Wissenschaftlerin Tong Cheng von der australischen Deakin-Universität, die Farbstoffe für Wolle entwickelt hat, die ihren Ton unter Einfluss von ultraviolettem Licht ändern. Designern sollen sich so ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen und zudem Wolle in der Mode zu einem trendigeren Image verhelfen. Mehr...

5. | 07.08.2007 | Baustoffe, Farben, Lacke und Möbel
Geltungsdauer der Umweltkriterien für EG-Umweltzeichen verlängert
ce-Newsletter

Für verschiedene Produkte läuft die Geltungsdauer der Umweltkriterien für das EG-Umweltzeichen in Kürze ab. Die EG-Kommission hat deswegen beschlossen, die Geltungsdauer der Umweltkriterien sowie der zugehörigen Beurteilungs- und Prüfanforderungen für diese Produkte um 18 Monate zu verlängern.

Im Einzelnen sind davon folgende Produktgruppen betroffen:
-Geschirrspüler (neue Geltungsdauer: 28. Februar 2009)
-Innenfarben und Lacke (neue Geltungsdauer: 28. Februar 2009)
-Bettmatratzen (neue Geltungsdauer: 28. Februar 2009)
-Kopierpapier und grafisches Papier (neue Geltungsdauer: 28. Februar 2009)
-Lampen (neue Geltungsdauer: 28. Februar 2009) Mehr...

6. | 03.08.2007 | Textilien, Bedarfsgegenstände und Spielzeug
Jeans und Abendmode aus Hanf - Rückkehr eines alten Textilstoffes
Greenpeace Magazin

Die Jeans ist nicht besonders grob, das T-Shirt kratzt nicht auf der Haut: Auf Kleidung aus Hanf setzt ein deutsch- niederländisches Projekt, das am Montag in Kleve vorgestellt worden ist. Ob Röcke, Anzüge oder Taschen, Freizeitkleidung oder elegante Abendgarderobe - Hanf als Textilfaser feiert am Niederrhein ein Comeback. Landwirte im Grenzgebiet bauen den Hanf an, Bekleidungsfirmen verarbeiten ihn. «Berauschend» ist die Kleidung höchstens wegen ihres Aussehens: Der Rauschmittelgehalt des Nutzhanfs ist so gering, dass er niemanden süchtig machen könnte. Mit höchstens 0,05 Prozent liege er deutlich unter dem erlaubten europäischen Grenzwert von 0,2 Prozent des Rauschmittels THC, sagt Marcel Toonen von der Universität Wageningen (Niederlande). Mehr...

7. | 03.08.2007 | Baustoffe, Farben, Lacke und Möbel
Wie Licht und Farbe sauber machen
Farbimpulse.de

Titandioxid ist nicht nur ein Pigment, sondern kann als Fotokatalysator zusammen mit UV-Strahlung auch Schmutz und Schadstoffe zersetzen
Es klingt, als wäre der Traum eines jeden Hausbesitzers wahr geworden: Einmal Fassade oder Wand anstreichen und nie wieder Probleme mit Verunreinigungen durch Algen, Staub oder Ruß haben. Dieses Wunder vollbringen soll ein Effekt namens Fotokatalyse, der nur mithilfe von fein verteiltem Titandioxid und Sonnenlicht aus der Hauswand eine selbstreinigende Oberfläche macht. Theoretisch funktioniert diese automatische Reinigung auch bereits ganz hervorragend – lediglich in der Praxis ist noch nicht alles so, wie es sein sollte. Mehr...

8. | 02.08.2007 | Lese-Tipp
Senatskommission der DFG bewertete Arbeitsstoffe - 107 Änderungen und Neuaufnahmen in MAK- und BAT-Werte-Liste 2007
Senatskommiss ion zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Sie sind auch als der "Fluch des Pharao" bekannt: Aflatoxine - hochgiftige und krebserregende Wirkstoffe aus bis zu mehreren hundert Jahre alten Schimmelpilzen, die sich auch in Wal- und Erdnüssen oder Pistazien finden können - kommen in der Nahrungsmittelindustrie, in der Landwirtschaft sowie bei Laboranalysen vor. Bekannt sind die Wirkstoffe schon seit langem - doch jetzt bewertete sie die Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für die jährliche MAK- und BAT-Werte-Liste der DFG. Ergebnis: Aflatoxine erregen Krebs, schädigen Keimzellen und können nicht nur durch Einatmen, sondern bereits durch längeren Hautkontakt gefährlich werden. Mehr...

9. | 02.08.2007 | Textilien, Bedarfsgegenstände und Spielzeug
Chemikalien in Kinder-T-Shirts und Babymenüs gefährden Gesundheit
BUND

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warnte heute vor Chemikalien in Kinder-T-Shirts und Babymenüs. Die Zeitschrift „Öko-Test“ hat in ihrer aktuellen Ausgabe 33 Kinder-T-Shirts von elf Discountern und 14 Babymenüs getestet. Manche T-Shirts enthielten einen ganzen Cocktail an gefährlichen Chemikalien, andere waren fast frei davon. So wurden in 13 T-Shirts größere Mengen Weichmacher gefunden, deren Nutzung vom Gesetzgeber für Babyartikel oder Kinderspielzeug bereits eingeschränkt wird. Weichmacher können die Fortpflanzungsfähigkeit besonders von Jungen beeinträchtigen. Auch in Babymenüs wurden Weichmacher gefunden: Elf Gläschendeckel enthielten erhöhte Konzentrationen der nicht ausreichend geprüften Substanz ESBO, die sich auch in den Menüs nachweisen ließ. Drei Produkte waren frei von Weichmachern. Mehr...

10. | 19.07.2007 | Gesundheit
Wissenschaftliches Komitee SCHER empfiehlt weitere Erforschung von Innenraumluftschadstoffen
APUG

In einer Stellungnahme vom 13. Juni 2007 spricht sich das wissenschaftliche Komitee für Gesundheits- und Umweltrisiken der Europäischen Kommission (SCHER) für eine weitere Erforschung von Innenraumluftschadstoffen aus. Das Komitee, das eine Übersicht über Gesundheitsgefahren durch Innenraumschadstoffe vorgelegt hat, empfiehlt die Bewertung der gesundheitlichen Risiken von Innenraumschadstoffen nach den Standardmethoden der chemischen Risikobewertung in der Europäischen Union (EU). Besondere Aufmerksamkeit soll hierbei dem Schutz empfindlicher Gruppen wie zum Beispiel Kindern, Schwangeren und älteren Menschen gelten. Mehr...

11. | 19.07.2007 | Lese-Tipp
Beiträge der internationalen Konferenz „Indoor Air Qualit y and Construction Products“ veröffentlicht
APUG

Vom 4. bis 5. Juni 2007 fand in Berlin die internationale Konferenz "Construction Products and Indoor Air Quality – Emissions reduction in the EU" statt. Das Bundesumweltministerium (BMU) stellt auf seiner Internetseite die elektronische Version der auf der Konferenz gehaltenen Beiträge zum Herunterladen zur Verfügung. Mehr...

12. | 19.07.2007 | Nano-Technologie
Nanomaterialien – winzige Teilchen, große Wirkung?
ÖKO-INSTITUT E.V.

Was haben kratzfeste Autolacke, antibakterielle Kleidung oder transparente Sonnencremes gemeinsam? Sie können Nanomaterialien enthalten, also Teilchen, die kleiner als 100 Nanometer sind. Schätzungsweise zwischen 50 bis 100 Millionen Euro werden heutzutage bereits mit Nanoprodukten auf dem Weltmarkt umgesetzt. Kurz- bis mittelfristig rechnen die Experten am Öko-Institut mit weiteren Neuentwicklungen in der Energietechnik, bei Lebensmitteln und in der Medizin. Die Nanotechnologien gelten als wichtigste Schlüsseltechnologien des 21. Jahr-hunderts. Grund genug, sich ausführlich mit den Nanoprodukten zu beschäftigen. „Wir benötigen dringend eine integrierte Betrachtung sowohl der Chancen als auch der Risiken dieser neuen Technologie“, fordert Öko-Instituts-Experte Martin Möller. In einem neuen Arbeitspapier beziehen die WissenschaftlerInnen jetzt Position. Mehr...

13. | 18.07.2007 | Baustoffe, Farben, Lacke und Möbel
Freies Wissen zu Nachwachsenden Rohstoffen
kompetenznetze.de

Fakten zu Nachwachsenden Rohstoffen sollen in der Wikipedia in den nächsten drei Jahren besondere Aufmerksamkeit erhalten. Aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) fördert die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) die Aufbereitung des Themas im freien Internetportal. Die Online-Enzyklopädie sieht sie als ideales Medium, der Öffentlichkeit neutrale und aktuelle Fachinformationen zur freien Verfügung zu stellen. Mehr...

14. | 18.07.2007 | Textilien, Bedarfsgegenstände und Spielzeug
Ohne Wasserdampf zum Kautschuk – das spart viel Energie
Fraunhofer-Pilotanlagenzentrum für Polymersynthese und -verarbeitung

Die Synthese von Kautschuk ist ein wichtiger Prozess: Hersteller von Gummiprodukten – ganz gleich ob Autoreifen oder Kondome – benötigen hochwertigen Kautschuk als Ausgangswerkstoff. Doch die Kautschukerzeugung ist teuer und verschlingt große Mengen an Energie. Forschern des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam ist es gemeinsam mit ihren Entwicklungspartnern LIST AG und Dow Olefinverbund GmbH gelungen, den Energiebedarf in einem wesentlichen Schritt der Kautschuksynthese um 76 Prozent zu senken. Mehr...

15. | 11.07.2007 | Textilien, Bedarfsgegenstände und Spielzeug
Echt Kaschmir?
Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie

Hundert Prozent Kaschmir – Realität oder leeres Werbeversprechen? Eine DNA-Analyse der Wolle verrät, ob im Pullover wirklich die unteren Flaumhaare der Kaschmir-Ziege stecken oder ob der teure Rohstoff durch herkömmliche Schafwolle ersetzt wurde. Mehr...

16. | 11.07.2007 | Baustoffe, Farben, Lacke und Möbel
Verhaltenskodex nur Papiertiger
WWF

Der Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz) verabschiedete auf dem Holzhandelstag am 22. Juni in Berlin einen Verhaltenskodex, der Mitgliedern als Richtlinie für den Holzimport dienen soll. Doch dem Papier fehlen nach Ansicht des WWF die Inhalte. "Der Verhaltenskodex des GD Holz ist nur ein Papiertiger. Er verschleiert mit wagen Andeutungen, dass der Verband weder verbindliche Regeln gegen illegalen Einschlag will, noch sich ernsthaft für nachhaltige Waldwirtschaft einsetzt", sagt Johannes Zahnen, WWF-Experte für nachhaltige Holz- und Papierwirtschaft. Mehr...

17. | 25.06.2007 | Lese-Tipp
Dokumentation zur Konferenz "Grenzwerte für Gefahrstoffe – gesunde Arbeitsbedingungen im einer globalen Wirtschaft" erschienen
analytik-news.de

Im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft fand am 7. und 8. Mai in der DASA in Dortmund die Konferenz "Grenzwerte für Gefahrstoffe - Gesunde Arbeitsbedingungen in der globalen Wirtschaft" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) statt. Über 200 Experten, davon fast die Hälfte aus dem europäischen Ausland, diskutierten intensiv über Möglichkeiten, um die Sicherheit und Gesundheit von Beschäftigten bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen zu verbessern. Im Mittelpunkt stand die neue EU-Chemikalienverordnung REACH, die am 1. Juni dieses Jahres in Kraft trat. Mehr...

18. | 02.07.2007 | Textilien, Bedarfsgegenstände und Spielzeug
Chrom (VI) in Lederbekleidung und Schuhen problematisch für Allergiker!
Bundesinstitut für Risikobewertung

Untersuchungen der Überwachungsbehörden der Bundesländer zeigen, dass viele Lederwaren, die wie Handschuhe, Schuhe oder Uhrenarmbänder unmittelbar mit der Haut in Kontakt kommen, zu viel Chrom (VI) enthalten. Sechswertiges Chrom ist ein potentes Allergen und kann bei sensibilisierten Personen zu allergischen Hautreaktionen wie dem Kontaktekzem führen. In mehr als der Hälfte der untersuchten Lederwaren wurde die Substanz nachgewiesen. Bei einem Sechstel der untersuchten Lederwaren lagen die Gehalte oberhalb von zehn Milligramm je Kilogramm Leder. Die einzige Möglichkeit, allergische Reaktionen zu verhindern, besteht für Allergiker darin, den Kontakt mit Chrom (VI) haltigen Lederwaren zu meiden. „Mehr als eine halbe Million Menschen in Deutschland reagiert empfindlich auf diesen Stoff“, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung. „Lederbedarfsgegenstände und insbesondere Lederbekleidung sollten daher grundsätzlich kein Chrom (VI) enthalten“. Das BfR schlägt deshalb vor, den Einsatz von Chrom-Salzen bei der Lederherstellung so weit wie möglich einzuschränken bzw. deren Konzentrationen beim Verarbeitungsprozess durch technische Verfahren so weit zu reduzieren, dass Chrom (VI) im Endprodukt nicht mehr nachweisbar ist. Mehr...

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