eco-info – der Newsletter des eco-Umweltinstituts,
Ausgabe 01-08

Liebe Leserinnen und Leser von eco-info,

in eco-info finden Sie wieder Nachrichten und Hintergründe aus unseren Arbeitsschwerpunkten Produktprüfung, Zertifizierung und Qualitätssicherung zusammengestellt. Wie immer gibt es gute und schlechte Nachrichten aus vielen Bereichen des täglichen Bedarfs, nach journalistischen Kriterien zusammengestellt.

Eine interessante Lektüre wünscht
Ihr
eco-info Team

Nachrichtenüberblick

  1. GS-Zeichen bleibt erhalten
  2. Überprüfung des Grenzwertes der DIN-Norm für die Formaldehydausgasung aus Holzspielzeug
  3. Forscher statten Naturfasern mit Selbstreinigungskräften aus
  4. Überführung des Schuldigen
  5. Alles Dufte im Innenraum?
  6. Street One Tunika aus dem Verkehr gezogen
  7. „Anziehender“ Klimaschutz
  8. Vorfahrt für sicheres Spielzeug!
  9. Pflastersteine gegen Stickoxide
  10. Chromat in Leder: Hohes Allergierisiko
  11. Taschenfederkerne im Test
  12. Duftstoffe aus Orangensaft und Reis können menschliche Pheromonrezeptoren aktivieren
  13. Deutsches Chemikalienrecht wird an REACH angepasst
  14. Gipsabbau schadet Artenvielfalt
  15. Allergischen Substanzen auf der Spur
  16. Mit Holzpilzen Produktionsprozesse umweltfreundlicher machen

Die Nachrichten im Einzelnen

1. | 20.02.2008 | Verbraucherschutz
GS-Zeichen bleibt erhalten
Verbraucherzentrale Bundesverband

Mit Erleichterung hat der Verbraucherzentrale Bundesverband auf die Einigung reagiert, dass Verbraucherprodukte auch in Zukunft mit dem GS-Zeichen für "geprüfte Sicherheit" gekennzeichnet werden können. "Die drohende Abschaffung des GS-Zeichens hätte bedeutet, dass die Einhaltung von Grenzwerten und Verboten nahezu keiner Kontrolle mehr unterliegt", sagt Vorstand Gerd Billen. Er rief Verbraucher auf, beim Kauf verstärkt auf das GS-Zeichen zu achten. Zugleich appelliert er unter anderem an die Spielzeugindustrie, ihre Produkte mit dem GS-Zeichen zu versehen.
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2. | 19.02.2008 | Chemikalien
Überprüfung des Grenzwertes der DIN-Norm für die Formaldehydausgasung aus Holzspielzeug
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

Spielzeuge aus Holz, wie Holzpuzzle, sind oft aus Spanplatten oder Sperrholz hergestellt. In beiden Fällen dient als Bindemittel formaldehydhaltiger Kunstharz, der diesen Stoff kontinu-ierlich ausgast. Seit Jahren wird die Verwendung von Formaldehyd aufgrund seiner gesund-heitsschädlichen Eigenschaften kritisch betrachtet. Dabei stand neben seiner ausgeprägten Reizwirkung auf die Haut und Schleimhäute und seinem allergenen Potenzial vor allem der Verdacht auf eine krebserzeugende Wirkung im Vordergrund. 2006 hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einer toxikologischen Neubewertung Formaldehyd als Human-kanzerogen klassifiziert.
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3. | 09.02.2008 | Textilien, Bedarfsgegenstände und Spielzeug
Forscher statten Naturfasern mit Selbstreinigungskräften aus
wissenschaft.de

Flecken auf empfindlichen Woll- und Seidenstoffen könnten in Zukunft ganz ohne Reinigung von alleine verschwinden. Möglich machen sollen dies winzige Körnchen aus Titandioxid, die mit einem von australischen und chinesischen Forschern entwickelten Verfahren an die Naturfasern angeheftet werden. Werden solche Textilien dann mit Sonnenlicht bestrahlt, zersetzen die Nanoteilchen nach und nach Schmutzpartikel und Geruchsstoffe, bis diese praktisch verschwunden sind. Das gleiche Prinzip wird bereits für selbstreinigende Fensterscheiben, Fassadenfarben und Keramikoberflächen eingesetzt.
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4. | 19.02.2008 | Gesundheit
Überführung des Schuldigen
Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ)

Forschern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und des Erfurter Instituts für Umweltmedizin gelang erstmals der Nachweis der allergenen Wirkung von einzelnen Proteinen des weit verbreiteten Schimmelpilzes Aspergillus versicolor. Schätzungsweise fünf Prozent aller Deutschen leiden an einer allergischen Reaktion, die durch Schimmelpilze in Innenräumen hervorgerufen wird. Bei etwa 80 Prozent allen Pilzbefalls in feuchten Zimmerecken ist der Pilz Aspergillus versicolor vertreten. Doch ist er tatsächlich der Hauptschuldige an Atemnot, Dauerschnupfen und anderen allergischen Beschwerden?
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5. | 30.01.2008 | Gerüche und Duftstoffe
Alles Dufte im Innenraum?
Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB)

Die Raumbeduftung kann das Wohlbefinden oder die Kauflust der Menschen beeinflussen. Empfindliche Personen aber reagieren auf Duftstoffe mit Beschwerden wie Atemnot, Schwindel, Hautjucken oder Augentränen. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB) lud der am 23. Januar Experten zu einem Austausch nach Berlin ein, um Wege zum umsichtigen Umgang mit Düften zu diskutieren.
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6. | 28.01.2008 | Verbraucherschutz
Street One Tunika aus dem Verkehr gezogen
ÖKO-TEST

Die aktuelle Februar-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins war noch nicht gedruckt – da meldete sich die Firma Street One und teilte mit: "Unsere Vertriebsmitarbeiter sind dabei, die Langarm Tunika persönlich in den 4.200 Flächen unserer Partner abzusortieren und somit aus dem Verkauf zu nehmen." Hintergrund der Rücknahmeaktion: Die von ÖKO-TEST beauftragten Labore hatten in der Tunika von Street One das verbotene aromatische Amin Benzidin gefunden.
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7. | 30.01.2008 | Textilien, Bedarfsgegenstände und Spielzeug
„Anziehender“ Klimaschutz
WWF

Modebewusste Klimaschützer können in Zukunft auf die Kleidung von LAC ET Mel zurückgreifen. Das Designerlabel stellt auf der diesjährigen „Fashion Week“, einer Modemesse in Berlin die Klima schonende Kollektion vor. Das Unternehmen kompensiert seinen CO2 Ausstoß durch Klimaschutzinvestitionen in Nepal.
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8. | 28.01.2008 | Textilien, Bedarfsgegenstände und Spielzeug
Vorfahrt für sicheres Spielzeug!
EU

Die EU überarbeitet ihre Vorschriften, um die Spielzeugsicherheitsnormen zu verschärfen, die Hersteller und Importeure stärker in die Verantwortung zu nehmen und eine strengere Überwachung der nationalen Märkte zu erreichen.

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9. | 18.01.2008 | Baustoffe, Farben, Lacke und Möbel
Pflastersteine gegen Stickoxide
UmweltMagazin

Äußerlich sehen sie ganz unspektakulär aus. Doch die neuen „Air-Clean-Steine“ sind nicht einfach nur grau und viereckig, sondern sollen es im wahrsten Sinne des Wortes auch in sich haben, meldet die Presseagentur ddp. Mit ihrer besonderen Oberfläche aus Titandioxid könnten die Pflastersteine die schlechte Luft am Gothaer Platz in Erfurt verbessern, verspricht die Herstellerfirma Nüdling aus Wandersleben. Am Freitag wurden die Steine erstmals in Thüringen verlegt.
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10. | 25.01.2008 | Textilien, Bedarfsgegenstände und Spielzeug
Chromat in Leder: Hohes Allergierisiko
Stiftung Warentest

Im Test: 79 Lederprodukte: Damenhandschuhe, Arbeitshandschuhe, Kinderschuhe sowie Leder-Unterwäsche. Preise: von 85 Cent bis 219 Euro.
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11. | 25.01.2008 | Baustoffe, Farben, Lacke und Möbel
Taschenfederkerne im Test
Stiftung Warentest

Im Test: 13 Taschenfederkernmatratzen der Größe 0,9 x 2 Meter. Preise: 149 bis 425 Euro.
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12. | 17.01.2008 | Gerüche und Duftstoffe
Duftstoffe aus Orangensaft und Reis können menschliche Pheromonrezeptoren aktivieren
Deutsches Institut für Ernährungsforschung

Aromastoffe aus Orangensaft und Reis, die auch im menschlichen Schweiß zu finden sind, können Pheromonrezeptoren des Typ-1 (VN1-Rezeptoren) aktivieren. Zu diesem Ergebnis kam ein Forscherteam um Dietmar Krautwurst vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE). Die Wissenschaftler entwickelten ein spezielles Zellkultursystem, mit dem sie die fünf menschlichen VN1-Rezeptoren erstmalig funktionell charakterisierten. Dabei gelang es ihnen, 19 Duftstoffe zu identifizieren, die an die Rezeptoren binden und sie so aktivieren. Krautwurst und seine Kollegen veröffentlichten ihre Ergebnisse jetzt online in der angesehenen Fachzeitschrift The FASEB Journal (Shirokova, E. et al., 2008). Die gedruckte Version erscheint in der Mai-Ausgabe 2008.
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13. | 15.01.2008 | Recht
Deutsches Chemikalienrecht wird an REACH angepasst
VDI

Die „REACH-Verordnung“ ordnet das Chemikalienrecht in der Europäischen Union grundlegend neu und vereinheitlicht es.
Ihr Hauptziel ist es, bestehende Wissenslücken hinsichtlich möglicher Stoffrisiken zu schließen und so einen verantwortlicheren Umgang mit Stoffen zu ermöglichen.
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14. | 09.01.2008 | Baustoffe, Farben, Lacke und Möbel
Gipsabbau schadet Artenvielfalt
BUND und natureplus

Mit einer Initiative gegen den weiteren Abbau natürlicher Gipsvorkommen wollen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und der Internationale Verein für zukunftsfähiges Bauen natureplus Anwender und Industrie zum vollständigen Umschwenken auf den massenhaft vorhandenen Recyclinggips motivieren.
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15. | 09.01.2008 | Gesundheit
Allergischen Substanzen auf der Spur
Fraunhofer Institut

Testen, welche chemischen Substanzen allergische Reaktionen hervorrufen können - das geht bisher nur im Tierversuch. Im Projekt »Sens-it-iv« arbeiten Forscher an neuen Verfahren: Sie sollen das allergische Risiko von Chemikalien zuverlässig voraussagen - ohne Tierversuche.
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16. | 09.01.2008 | Chemikalien
Mit Holzpilzen Produktionsprozesse umweltfreundlicher machen
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Mit Hilfe von Enzymen (Eiweißmoleküle, Laccasen) aus Holz besiedelnden Pilzen und seltenen Bakterien soll in einem innovativen Verfahren an der Universität Greifswald die generelle Umweltbelastung bei der Synthese von Feinchemikalien deutlich herabgesetzt werden. Dieser chemische Vorgang ist oft mit dem Einsatz von umweltgefährdenden Schwermetallen, Lösungsmitteln, chlororganischen Verbindungen und entsprechenden gefährlichen Abfall- und Nebenprodukten verbunden. Ziel ist es, bereits im Vorfeld und auf Produktionsebene aktiv zu werden, um die Entstehung und Freisetzung von Schadstoffen zu reduzieren.
Der so genannte "produktionsintegrierte Umweltschutz" ist Bestandteil eines gemeinsamen auf zwei Jahre angelegten Kooperationsvorhabens der Universitäten Greifswald und Rostock sowie der BRAIN AG (Zwingenberg) und der internationalen Firmengruppe Sigma-Aldrich (Buchs/Fluka, Zürich). Finanziell gefördert wird das bis zum Jahr 2009 laufende Projekt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf über eine Millionen Euro.
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Hinweis:
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Mit freundlichen Grüßen

Ihr eco-info-Team

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