Liebe Leser und Leserinnen von eco-info,
das eco-INSTITUT setzt sich dafür ein, dass die Prüfung und Bewertung von Bauprodukten auf der Grundlage einheitlicher Standards erfolgt. Mit der Veröffentlichung des aktuellen AgBB-Schemas zu gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten durch das Umweltbundesamt Anfang März 2008 ist ein weiterer wesentlicher Fortschritt zu verzeichnen, der Herstellern und Endverbrauchern gleichermaßen zugute kommt.
Mit den besten Wünschen für ein erholsames Osterfest
Ihr
eco-info Team
Nachrichtenüberblick
- Die Farbe, die für Frischluft sorgt
- Start des neuen FSC Global Marketplace - Datenbank jetzt in vier Sprachen
- Keine gesundheitliche Gefährdung durch Permethrin in Wollteppichen
- AgBB: Gesundheitliche Bewertung der Emissionen von flüchtigen organischen Verbindungen
(VOC und SVOC) aus Bauprodukten
- 16. Thüringer Arbeitsschutztag 2008
- Gefahrstoffe: Gefährdungsbeurteilung leicht gemacht
- Verbrauchernahe Produkte - Sicherheit trotz Vielfalt
- Textilveredlung: Online-Sensor misst Farbstoffgehalt
- Polizei-Sokos zu Import von illegalem Holz: Hilfreich?
- Silver Nanoparticles Deadly to Bacteria
- Gut gedämmt ist gut gewärmt
- Belastung des Menschen mit Naphthalin nachweisbar
- Schritt für Schritt zum nachhaltigen Einkauf
- Es liegt etwas in der Luft
- Fachbereich „Chemikaliensicherheit“ des UBA neu organisiert
- Kindergesundheit: Hausstaub zum Teil mit Umweltschadstoffen belastet
- ÖKO-TEST Matschhosen: Dreckschleudern
- BUND und BBU fordern strengere Kontrolle der Nanotechnologie
Die Nachrichten im Einzelnen
1. | 19.03.2008 | Baustoffe, Farben, Lacke und Möbel
Die Farbe, die für Frischluft sorgt
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Ein Farbanstrich, der Luftschadstoffe in unschädliche Bestandteile zerlegt, so dass das Atmen im Zimmer gesünder wird - solche Ankündigungen klingen nach Zukunftsmusik. Tatsächlich gibt es bereits einen Luftreiniger aus dem Farbeimer für die Wände von Innenräumen, ebenso eine Außenfarbe, die in Tunnels oder in Städten an vielbefahrenen Straßen die Luft verbessern kann. Innerhalb von fünf Jahren hat die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Horst Kisch am Institut für Anorganische Chemie der Universität Erlangen-Nürnberg in Zusammenarbeit mit zwei Industriefirmen eine Dispersionsfarbe entwickelt, die von Tages- oder Kunstlicht dazu angeregt wird, gegen schlechte Luft aktiv zu werden. Beim Wettbewerb zum 28. Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft wurde diese Farbe als eine der besten fünf Innovationen in der Sparte Mittelständische Unternehmen gewertet.
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2. | 19.03.2008 | Baustoffe, Farben, Lacke und Möbel
Start des neuen FSC Global Marketplace - Datenbank jetzt in vier Sprachen
FSC Arbeitsgruppe Deutschland
Der Start des neuen FSC Global Marketplace ist ein Meilenstein für die Vernetzung von weltweiten FSC-Akteuren!
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3. | 18.03.2008 | Chemikalien
Keine gesundheitliche Gefährdung durch Permethrin in Wollteppichen
Bundesinstitut für Risikobewertung
Menschen verbringen heute etwa 80 Prozent ihres Lebens in Innenräumen. Ihr Wohlbefinden wird erheblich von den dort herrschenden Bedingungen beeinflusst, wobei die Raumluftqualität eine zentrale Rolle spielt. Mit der Luft in Wohnungen und Arbeitsräumen werden Tag für Tag auch chemische Stoffe eingeatmet.
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4. | 17.03.2008 | Recht
AgBB: Gesundheitliche Bewertung der Emissionen von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC und SVOC) aus Bauprodukten
Umweltbundesamt
Bauprodukte können eine bedeutsame Quelle für die Belastung der Innenraumluft durch flüchtige organische Verbindungen (VOC) darstellen. Um die Grundlage für eine einheitliche und nachvollziehbare gesundheitliche Bewertung von Bauprodukten in Deutschland bereitzustellen, hat der "Ausschuss zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten" (AgBB) Prüfkriterien erarbeitet und daraus ein Bewertungsschema für VOC-Emissionen aus innenraumrelevanten Bauprodukten entwickelt. Das Bewertungsschema setzt gesundheitsbezogene Qualitätsmaßstäbe für die zukünftige Herstellung von Bauprodukten für den Innenraum und soll die Entwicklung besonders emissionsarmer Produkte unterstützen.
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5. | 17.03.2008 | Termin
16. Thüringer Arbeitsschutztag 2008
Deutsche Gesellschaft für Arbeitshygiene
Das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit führt den kommenden Arbeitsschutztag am 17.04.2008 in Jena durch.
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6. | 17.03.2008 | Recht
Gefahrstoffe: Gefährdungsbeurteilung leicht gemacht
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Immer noch mehr als 4.000 Vergiftungsfälle und über 35.000 neue Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit sind jährlich in Deutschland auf chemische Belastungen am Arbeitsplatz zurückzuführen. Die ausführliche Risikobewertung von mehr als 100 Grundchemikalien im Rahmen der Europäischen Altstoffverordnung weist für jeden zweiten Stoff Sicherheitsbedenken für die Verwendung am Arbeitsplatz aus.
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7. | 10.03.2008 | Verbraucherschutz
Verbrauchernahe Produkte - Sicherheit trotz Vielfalt
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
Über 20 Millionen Produkte rief ein amerikanischer Spielwarenhersteller im vergangenen Jahr zurück, sie enthielten Bestandteile, die für Kinder gesundheitsgefährlich waren. Die Produkte waren in China produziert worden, und die Rückrufaktion entfachte eine breite Debatte über die Sicherheit von Spielzeug und anderen verbrauchernahen Produkten aus China. Die Globalisierung der Märkte und die höchst unterschiedlichen Rechtsregelungen für Produkte, mit denen Verbraucher täglich in Berührung kommen, stellen die Überwachung vor eine große Herausforderung. Können Verbraucher überhaupt darauf vertrauen, dass Spielzeug, kosmetische Mittel, Textilien, Verpackungen von Lebensmitteln, Wasch- und Reinigungsmittel sicher sind?
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9. | 12.03.2008 | Textilien, Bedarfsgegenstände und Spielzeug
Textilveredlung: Online-Sensor misst Farbstoffgehalt
DBU-Newsletter
Die Veredlung von Textilien ist oftmals mit hohem Energie- und Ressourcenverbrauch sowie problematischen Abwässern verbunden. Besonders gilt das für die Färberei. In einem Verbundprojekt entwickelte die Thies GmbH & Co. KG (Coesfeld) gemeinsam mit dem Institut für Textil- und Verfahrenstechnik und dem Institut für Textilchemie und Chemiefasern der Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf einen onlinefähigen Sensor zur kontinuierlichen Messung des Farbstoffgehalts in Prozess und Spüllösungen.
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10. | 07.03.2008 | Baustoffe, Farben, Lacke und Möbel
Polizei-Sokos zu Import von illegalem Holz: Hilfreich?
FSC
In den Netzwerken der Politiker und der Verbände der Holzwirtschaft wird immer wieder die Frage diskutiert, ob ein Importverbot für illegales Holz hilfreich und machbar ist. Tatsächlich stellt sich dem unbedarften Beobachter ein paradoxes Bild dar: Im Falle der Verschiebung von geklauten Autos, gibt es SoKos der Polizei, Razzien, scharfe Kontrollen an den Grenzen usw. Jeder wird sagen, "Klar, richtig so!". Aber bei Holz findet dies nicht statt. Dabei ist bekannt, dass ein hoher Anteil des Einschlages in bestimmten Gebieten - und hier vor allem aus Ländern mit schlechter Regierungsführung - illegal stattfindet. Große Holzmengen davon werden auch in die EU importiert. Uns sind bislang noch keine SoKos der Polizei oder großangelegte Razzien bei Dealern von geklautem Holz dazu bekannt . Die Politik ist gefragt - die Umweltverbände haben ja schon ihr mögliches getan - um diese Thema nicht nur in die Öffentlichkeit zu tragen, sondern auch den Staat zum Handeln zu zwingen.
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11. | 07.03.2008 | Gesundheit
Silver Nanoparticles Deadly to Bacteria
Nature Materials
Hygienic, antibacteria sprays can be harmful to the environment as well as germs. Toxic solvents are necessary to ensure that bacteria is destroyed but now there could be a new way to achieve this without the environment paying the price.
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13. | 05.03.2008 | Baustoffe, Farben, Lacke und Möbel
Gut gedämmt ist gut gewärmt
Fraunhofer-Gesellschaft
Das Verbundsystem LockPlate® sorgt für eine effiziente Wärmedämmung von Gebäudefassaden. In speziellen Paneelen reduziert ein Vakuum den Austausch von Wärme. LockPlate® ist einfach zu handhaben und viel schlanker als herkömmliche Wärmedämmsysteme.
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14. | 03.03.2008 | Chemikalien
Belastung des Menschen mit Naphthalin nachweisbar
Umweltbundesamt
Naphthalin ist ein Verbrennungsprodukt und für den Menschen als Krebs erzeugend eingestuft. Urintests zeigen die aktuelle körperliche Belastung des Menschen mit Naphthalin. Die Kommission Human-Biomonitoring des UBA veröffentlichte erstmals Werte zur Beurteilung einer möglichen Belastung.
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15. | 03.03.2008 | Lese-Tipp
Schritt für Schritt zum nachhaltigen Einkauf
Umweltbundesamt
Das öffentliche Beschaffungswesen besitzt mit rund zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes einen erheblichen Marktanteil und damit ein erhebliches Potenzial zur Förderung umweltfreundlicher Produkte. Dieses Potenzial wird jedoch nicht ausreichend genutzt. Auf Grundlage der aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen ließ das UBA ein Rechtsgutachten erstellen, das die Möglichkeiten für eine umweltfreundliche öffentliche Beschaffung umfassend darstellt.
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16. | 03.03.2008 | Chemikalien
Es liegt etwas in der Luft
Umweltbundesamt
Über 70 flüchtige organische Verbindungen (VOC) wie Benzol und Formaldehyd maß das UBA in der Innenraumluft von Haushalten mit 3- bis 14-jährigen Kindern. Viele dieser Stoffe stammen aus Möbeln, Teppichen, Haushalts- und Hobbyprodukten, Wasch- und Reinigungsmitteln, Kosmetika, Tabakrauch und Bauprodukten. Die Wirkungen auf die Gesundheit können vielfältig sein.
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17. | 03.03.2008 | Chemikalien
Fachbereich „Chemikaliensicherheit“ des UBA neu organisiert
Umweltbundesamt
Der Fachbereich für Chemikaliensicherheit des UBA hat seit dem 1. Februar d. J. eine neue Aufbauorganisation. Das UBA führt die Untersuchung und Bewertung von Chemikalien und chemischen Produkten auf ihre Umweltwirkungen nunmehr in vier statt zuvor in acht Fachgebieten durch.
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18. | 25.02.2008 | Chemikalien
Kindergesundheit: Hausstaub zum Teil mit Umweltschadstoffen belastet
Umweltbundesamt
Welche Schadstoffe enthält der Hausstaub in Wohnungen und Häusern von Familien mit Kindern? Aktuelle Daten dazu liefert der Basisbericht „Hausstaub“ des Umweltbundesamtes (UBA), der im Rahmen des Kinder-Umwelt-Surveys (KUS) entstand. Die Forscherinnen und Forscher fanden zum Teil Stoffe, deren Produktion und Anwendung seit Jahren verboten ist, weil sie schädlich sind: Etwa das Mückenbekämpfungsmittel Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT) oder das Holzschutzmittel Pentachlorphenol (PCP). DDT wurde in 39 Prozent, PCP sogar in 83 Prozent der Hausstaubproben nachgewiesen. Die Daten ermittelte das UBA zwischen Mai 2003 und 2006 in 600 Haushalten mit Kindern. Das UBA wird die Daten für weitere Schadstoffe auswerten und veröffentlichen – die Forscher wollen so klären, mit welchen anderen Umweltschadstoffen der Hausstaub belastet ist und was mögliche Quellen sind.
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19. | 25.02.2008 | Textilien, Bedarfsgegenstände und Spielzeug
ÖKO-TEST Matschhosen: Dreckschleudern
ÖKO-TEST
Elf von zwölf getesteten Matschhosen für Kinder sind bei einer Untersuchung des Frankfurter Verbrauchermagazins ÖKO-TEST mit einem glatten "ungenügend" durchgefallen. Grund für das saumäßige Abschneiden: Die Hosen sind geradezu verseucht mit Schadstoffen. Das aktuelle März-Heft mit den vollständigen Testergebnissen erscheint am 25. Februar 2008 und kostet 3,50 Euro.
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20. | 21.02.2008 | Nano-Technologie
BUND und BBU fordern strengere Kontrolle der Nanotechnologie
ngo-online.de
Anlässlich der Zwischenbilanz des so genannten "Nanodialogs" - eines von der Bundesregierung eingesetzten Gremiums zur Bewertung von Chancen und Risiken der Nanotechnologie - haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) die Einführung gesetzlicher Regeln für den Umgang mit Nanomaterialien gefordert. Der Dialog darf nach Auffassung von Wilfried Kühling, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des BUND, "nicht darüber hinwegtäuschen, dass es beim Umgang mit der Nanotechnologie dringenden Handlungsbedarf gibt. Es ist nicht in Ordnung, wenn trotz wissenschaftlicher Hinweise auf Gesundheitsgefahren unzureichend getestete Nanomaterialien in Kosmetika, Lebensmitteln oder Textilien verwendet werden", meinen die Umweltschützer.
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Mit freundlichen Grüßen
Ihr eco-info-Team |