Vegane Kissen mit Kapokfasern

Der Kapokbaum

Der Kapokbaum ist ein bis zu 50m hoher Baum aus der Familie der Wollbaumgewächse (Bombacacae). Seine Baumrinde ist in der Jugend mit kegelförmigen Stacheln besetzt. Die alten, mächtigen Bäume werden von meterhohen Brettwurzeln gestützt.

Wenn zu Beginn der Trockenzeit die handförmig gefingerten Blätter abgeworfen werden, erscheinen an den Zweigenden büschelweise weiße oder rosafarbene Blüten. Nach Windbestäubung entwickeln sich die ca. 15 cm langen Kapseln. Bei den aufgesprungenen, reifen Kapseln werden die weißlichen, bis 3,5 cm langen Haare der inneren Fruchtwand sichtbar. Diese Fruchthaare werden auch als Pflanzendaunen oder Kapok bezeichnet. Bis zu 100 braunschwarze Samen sind zwischen den Haaren eingebettet.

Ernte und Ertrag

Die Früchte werden von Hand gepflückt oder mit Stangen abgeschlagen. Vom 5. bis 60. Lebensjahr liefert ein Baum täglich 20 kg Fasern.

Erzeugerländer

Hauptproduzent von Kapok ist Indonesien. Allerdings stammt dort der Kapok auch von dem nahe verwandten „Indischen Kapok“ Bombax ceiba.

Seine Fruchthaare sind weniger wertvoll, machen aber die Hälfte der Weltproduktion aus. Die Heimatländer der Ceiba sowie die Philippinen und Afrika exportieren Kapok in geringeren Mengen.

Ursprung und Verbreitung

Die Heimat der Ceiba pentandra sind die immergrünen und laubabwerfenden Wälder Mittel- und Südamerikas. Bei den alten Indianerkulturen war „die Ceiba“ ein kosmisches Symbol. Da sie bei den Mayas als „Mutterbaum der Menschheit“ galt, blieb sie bei ihren Rodungen des Regenwaldes auf der Halbinsel Yucatán stehen.

Die Fasern wurden neben Sisal- und Palmenfasern schon von den Mayas genutzt. Als Schattenspender bildet er den Mittelpunkt der „plazas“ der Dörfer und Städte in Mittelamerika.

Aufgrund seiner wirtschaftlichen Nutzbarkeit und seines schnellen Wachstums ist er in den gesamten Tropen der Erde verbreitet.

Fasereigenschaften

Die seidig glänzenden, weichen Haare sind von einer feinen Wachsschicht überzogen, daher sind sie wasserabweisend und nicht verspinnbar. Die Fasern sind motten- und milbensicher und durch einen Bitterstoff antibakteriell. Durch luftgefüllte Hohlräume im Inneren der Faser sind sie extrem leicht. Sie sind äußerst elastisch und langlebig.

Verwendung

Die Fasern werden als Füllmaterial für Matratzen, Kissen, Schwimmgürtel und Rettungsringe benutzt. Gut geeignet sind sie auch als Isoliermaterial. Aus den fetthaltigen Samen gewinnt man Kapoköl zu Industrie- und Speisezwecken.


Quellenangabe: Stadt Frankfurt am Main, Palmengarten Hrsg. (1992): Faserpflanzen. Sonderheft 18, Seite 23-24, Pippert+Koch, Frankfurt

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